Herzlich Willkommen bei Skandal Blog!

von Reklamemann Reinhard Zoffel und mit Anmerkungen von Notar, Rechtsanwalt und Steuerberater Günter Glock

 

Das Wichtigste zuerst! Es freut mich mitteilen zu können, dass die

ERMITTLUNGEN GEGEN REINHARD ZOFFEL EINGESTELLTwurden! 

Am 29.10.2013 erging von der Wiesbadener Staatsanwaltschaft die Einstellungs-
entscheidung nach § 170 Abs. 2 StPO für das Ermittlungsverfahren gegen 
Reinhard Zoffel!

Weiter freut es mich mitteilen zu können:

SIEG ZOFFEL/HOFF im Endspiel gegen Carat Media 


Dienstag, 15. Juli 2014 
 

In der Berufung wurde das erstinstanzliche Urteil aufgehoben und die von Carat 

eingebrachte Klage abgewiesen. Mit dem Spruch des Oberlandesgerichts sind 

sämtliche Vorverurteilungen der letzten acht Jahre haltlos.

Sämtliche Vorwürfe der Mediaagentur Carat und ihrer Mutter Aegis Media 

gegen Reinhard Zoffel und Volker Hoff sind „vor der Justiz gescheitert“. 

Das gilt für die Schadenersatzklage ebenso wie für die Strafanzeige.


 

Was sind die Hintergründe des Carat Skandals? 

Möglicherweise haben Sie als Branchenkenner schon von den Forderungen des Hauses Carat gegen die ehemalige Kreativ-Werbeagentur Zoffel Hoff Partner (ZHP) gehört.

Bei genauer Betrachtung sind diese zu unrecht erhobenen Forderungen Dreh- und Angelpunkt vieler dramatischer Ereignisse, die sich seit September 2006 zugetragen haben.

Einige Stationen dieses, für die Kommunikationsbranche, einzigartigen Skandals finden Sie als Presseauszüge in diesem Blog.

Die Medien nennen diesen Skandal gerne den „Ruzicka Skandal“,  ich nenne ihn lieber den „Carat Skandal“.

Nun trug es sich zu, dass die Carat Wiesbaden GmbH & Co KG Media Service nicht nur die  Agentur ZHP, sondern auch die früheren Eigentümer, Staatsminister a.D. Volker Hoff und Reinhard Zoffel, auf viele Millionen Euro verklagt hat und 

mit dieser Klage am 15.07.2014 vor dem Frankfurter Oberlandesgericht gescheitert ist.

Eine echte Chance Notar, Rechtsanwalt und Steuerberater Günter Glock, um seine Anmerkungen zur Rechtslage zu bitten.

Einem, in den österreichischen Bergen aufgewachsenen Reklamemann (Reinhard Zoffel) ist das deutsche Rechtssystem nicht immer sofort mit „gesundem Hausverstand“ zugänglich. 

Darum hat Rechtsanwalt Günter Glock die Aufgabe übernommen die zivilrechtliche Seite des „Carat Skandals“ soweit es die Agentur Zoffel Hoff Partner betrifft auch online mit seinen Anmerkungen zu begleiten.

Viel Spaß beim Lesen!

......

 

13 Fakten zu den ungeheuerlichen Vorwürfen der Führung des Hauses CARAT gegen REINHARD ZOFFEL !

 

 1. Es gibt keinen Anspruch von Carat gegenüber Reinhard Zoffel!

Carat legt an keiner Stelle des Zivilverfahrens Carat gegen Zoffel die Anspruchsvoraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs schlüssig und nachvollziehbar dar. Dies wohl, weil es keinen Anspruch gibt!

 

2. Die Verantwortlichen des Hauses Carat haben das Gericht belogen!

Carat verstrickt sich in den verschiedenen Gerichtsverfahren, die von diesem Unternehmen gegen die unterschiedlichen Beteiligten des Carat Skandals betrieben werden, zusehends in Widersprüche. So tritt sukzessive zu Tage, die Verantwortlichen haben im Strafverfahren, im erstinstanzlichen Verfahren gegen Reinhard Zoffel und nun im Berufungsverfahren Zoffel gegen Carat wahrheitswidrig vorgetragen.

  

3. Täuschung und Lüge wurden zum Prinzip erhoben! 

Der Carat Anwalt Christoph Gaedertz erstattet zu Beginn des Carat Skandals Strafanzeige! Diese Anzeige vernichtete unter anderem die Agenturmarke ZHP, in weiterer Folge wurden unzählige Existenzen zerstört und unglaublich viel  Geld verbrannt.

Später wird Rechtsanwalt Christoph Gaedertz vor Gericht unter Wahrheitspflicht nachstehendes vortragen:

... "Im Übrigen ist in der Anzeige eine Tatkonstruktion beschrieben, die tatsächlich so gar nicht stattgefunden hat. Die Anzeige ging nämlich davon aus, dass der Beklagte Freizeiten an den Gesellschaften des Medienkonzerns und damit auch der Klägerin vorbei leitete. Eine derartige "Vorbeileitung" hat niemals stattgefunden. Tatsächlich ging es in dem Emerson FF- und dem ZHP-Komplex nicht darum, dass irgendwelche Freizeiten veruntreut wurden. Vielmehr wurde lediglich Geld veruntreut. ..."

Beweis: Verfahrensakte Landgericht Wiesbaden 3 O 76/09

 

4. Die strittigen Zahlungen von Carat an ZHP hatten eine rechtliche Grundlage!

Im Gerichtsverfahren (Landgericht Wiesbaden, Aktenzeichen 3 O 76/09) wies das Gericht mit Beschluss vom 31.10.2012 Carat darauf hin, dass unter Bezugnahme auf das Strafurteil gegen Alexander Ruzicka, die Zahlungen von Carat an ZHP eine vertragliche Grundlage hatten.

 

5. „Danone“ Gerichtsentscheidung bestätigt den Anspruch von ZHP auf die Rückzahlungen von Carat!

Das Urteil des Landgericht München I vom 09.04.2013 (Aktenzeichen 13 HK O 25.386/09m, sog. "Haribo-Entscheidung") und die sogenannte „Danone Entscheidung“ bestätigen, wonach die den Rechtsgeschäften mit Carat zugrundeliegenden Verträge der Kunden (so auch der ZHP) als Geschäftsbesorgungsverträge zu qualifizieren sind, nach denen dem jeweiligen Kunden Ansprüche nicht nur in Bezug auf die kundenbezogenen Rabatte, sondern auf Herausgabe jeglicher Vorteile, die durch die Ausführung der Geschäfte gewährt wurden, zustehen.

Damit bestätigt sich einmal mehr, dass ZHP auf Grundlage der bestehenden Geschäftsbesorgungsverträge von Carat einen zivilrechtlich begründeten Anspruch auf Rückzahlung der von ihr geleisteten Vorauszahlungen hatte. 

 

6. Die strittigen Rückzahlungen von Carat an ZHP waren bei Carat auch buchhalterisch richtig bezeichnet!

Diese von Carat strittig gestellten rechtlich begründeten Rückzahlungen sind nicht, wie von Carat behauptet "fälschlich" bei Carat als Einkaufsvorteile bezeichnet worden, sondern wie die Carat Mitarbeiter Elek und Lüderitz als Zeugen auch im Strafverfahren gegen Alexander Ruzicka zutreffend ausgesagt haben, in dem vollem Bewusstsein, dass es sich insoweit um Guthaben des jeweiligen Kunden - in diesem Falle der ZHP - handelte. 

 

7. Carat beschuldigt Reinhard Zoffel zu unrecht der Geldwäsche!

Wie die Staatsanwaltschaft Wiesbaden in ihrer Einstellungsentscheidung vom 29.10.2013 nach § 170 Abs. 2 StPO in Bezug auf das Ermittlungsverfahren gegen den Reinhard Zoffel zu Recht feststellt, fehlt es bereits am objektiven Tatbestand einer Geldwäsche. 

 

8. Wer konnte wissen, dass Carat mit den Kunden vorenthaltenen Werbezeiten handelt!

Will man Reinhard Zoffel eine Mitschuld vorhalten, so müsste man ihm, entgegen allen Aussagen der Verantwortlichen bei Carat, vorwerfen es hätte ihm klar sein müssen, dass das sog. Trading (also der Verkauf von Sendezeiten auf eigene Rechnung und im eigenen Namen) zum Geschäftsinhalt von Carat gehört und hierzu zu Unrecht vorenthaltene Werbezeiten (Freespaces) der Kunden verwendet werden dürfen.

 

9. Die Argumentation im Berufungsverfahren will Ruzickas Verhalten nicht nachträglich rechtfertigen!

Mit dem Berufungsverfahren gegen Carat soll nicht versucht werden, das Verhalten des Alexander Ruzicka aus dem Strafverfahren "durch die Hintertür" für rechtmäßig zu deklarieren. 

Vielmehr muss Carat nachdrücklich darauf verwiesen werden, dass das Strafurteil ausdrücklich die Zahlungen von Carat an die ZHP nicht zum Anknüpfungspunkt strafbarer Handlungen des Alexander Ruzicka gemacht hatte. 

Auch das Strafurteil gegen Alexander Ruzicka dokumentiert im Widerspruch zum gerichtlichen Vorbringen von Carat , dass die "Freispots" niemals "Finanzvermögen" der Carat waren. Nach allen Aussagen der verantwortlichen Mitarbeiter von Carat im Strafverfahren wurde in der fraglichen Zeit seitens Carat niemals mit derartigen Freispots gehandelt.

 

10. Alle Freizeiten, über die Carat verfügt hat, gehören den Kunden!

Ausgehend von den Entscheidungen des OLG München und des Landgerichts München (Danone- Entscheidung und Haribo-Entscheidung) darf mittlerweile von einer gefestigten Rechtsprechung dahingehend ausgegangen werden, dass sowohl die kundenspezifisch- wie auch agenturspezifisch verhandelten Freizeiten letztendlich den Kunden von Carat zustanden und damit niemals Finanzvermögen der Carat sein konnten.

Darüber hinaus basierte die von Carat vorgenommene Kommerzialisierung der Freispots auf einzelvertraglichen Absprachen zwischen der Carat und der ZHP, so dass lediglich auf Grundlage dieser Vereinbarungen überhaupt die Zahlung einer Vergütung der für ZHP eingesetzten freien Werbezeiten zu rechtfertigen war.

 

11. Carat eigene Freizeiten, wie von Gaedertz behauptet, existieren nicht!

Es sei an dieser Stelle auch nochmals hervorgehoben, dass aufgrund der Qualifizierung der zugrundeliegenden Verträge als Geschäftsbesorgungsverträge "agentureigene Freizeiten" nicht existierten, sondern allenfalls agenturspezifisch verhandelter Freizeiten, die aber gleichwohl den Kunden der Carat (also auch ZHP) zustanden.

Ob die der ZHP zustehenden Kontingente an Freizeiten erfüllt oder "übererfüllt" wurden (disquotale Verteilung), spielt für die rechtliche Beurteilung im Sinne einer Rechtmäßigkeit oder Rechtswidrigkeit der Mittelherkunft keine Rolle, da Carat jedenfalls selbst keine Ansprüche auf Vergütung dieser Freizeiten gegenüber der ZHP außerhalb der getroffenen Sondervereinbarungen zustanden.

 

12. Die Führung des Hauses Carat ist bei jeder Betrachtung mit schuldig!

Selbst, wenn man allen Äußerungen der Carat Vertreter glauben schenken würde, wäre dem Carat Führungsteam ein erhebliches Mitverschulden an der Entstehung des angeblich eingetretenen Schadens vorzuwerfen. 

Die Führung hatte trotz Einschaltung von Kontrollgremien den wahren Schaden nicht erkannt, das würde einmal mehr belegen, dass es an einer Leichtfertigkeit von Reinhard Zoffel in Bezug Herkunft der Gelder im Sinne der Geldwäsche fehlte. 

Sofern die Carat Führung davon ausgeht, dass die Zahlungen seitens der Carat an ZHP Grundlage für die strafbare Handlung von Herrn Ruzicka seien, waren diese Zahlungen in der Buchhaltung von Carat geführt, nachvollziehbar belegt, kontrolliert und wurde regelmäßigen Prüfungen durch die Carat, deren Wirtschaftsprüfern und sogar einem eigens hierfür beauftragten Prüfungsunternehmen unterzogen. 

Sofern diese Zahlungen rechtswidrig gewesen sein sollen, müssen sie auch den Verantwortlichen von Carat und deren Kontrollgremien aufgefallen sein.

Nach Erstattung der Anzeige und selbst nach Inhaftierung des ehemaligen Geschäftsführers Alexander Ruzicka im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wurden die nun monierten Abrechnungspraktiken von der neuen Carat Führung sogar noch fortgesetzt.

  

13. Für den im Strafverfahren gegenüber Alexander Ruzicka dargelegten Schaden ist Zoffel in keiner Weise verantwortlich. 

Dieser Schaden geht nicht auf eine Handlung von Reinhard Zoffel zurück, sondern bestehen ausschließlich darin, dass Beträge - die zugunsten von Carat gezahlt wurden - von den Zahlungsempfängern offenbar nicht dorthin weitergeleitet wurden bzw. tatsächlich nicht in den Machtbereich von Carat gelangt sind. Hierfür ist jedoch Zoffel in keiner Weise verantwortlich.

 

Rechtlich bewertet durch:

Günter Glock Notar·Rechtsanwalt·Steuerberater

 

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OFFENER BRIEF vom 15. Februar 2012

an alle Entscheidungsträger, deren Unternehmen Kunden der Media Agentur Carat Aegis Media sind.

 

Sehr geehrte Damen und Herrn,

gestatten Sie mir, dass ich mich vorstelle. 

Mein Name ist Reinhard Zoffel. Ich war bis zum Jahr 2007 geschäftsführender Gesellschafter einer der zur damaligen Zeit erfolgreichsten eigentümergeführten Werbeagenturen, der Zoffel Hoff Partner.

Sie erinnern sich möglicherweise noch an den Skandal rund um die Media Agentur Carat Aegis Media

Es ging um den Vorwurf der Untreue im Hause Carat - eine der größten Media Agenturen der Welt .

In diesem Zusammenhang wurde Herr Alexander Ruzicka, damals Kopf von Carat Aegis Media zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

Wie sich später herausstellte kam der Skandal durch eine anonym abgegebene Strafanzeige des Unternehmensanwalts des Hauses Carat Aegis Media – RA Dr. Johann-Christoph Gaedertz - ins Rollen.

Mit von dieser Anzeige betroffen war damals auch meine Werbeagentur Zoffel Hoff Partner.

Die aggressive Berichterstattung und die unhaltbaren Vorwürfe durch die neue Carat Führung zerstörte am langen Ende die wirtschaftliche Grundlage der Agentur ZHP, nachdem sie in Wunschkind umfirmierte und Reinhard Zoffel das Unternehmen verlassen musste.

Somit scheiterte das Agenturprojekt ZHP an den skrupellosen Machenschaften der damaligen aber auch heutigen Führung des Mediakonzerns, Carat Aegis Media.

Detaillierte Informationen erfahren Sie bei Interesse auf dieser Internetseite.

Sie stellen sich nun sicher die Frage, inwieweit Sie oder Ihr Unternehmen (falls es Kunde des Hauses Carat Aegis Media ist) diese Thematik tangiert.

Ich denke, es könnte die finanziellen Interessen aller Kunden des Hauses Carat Aegis Media direkt berühren.

Am langem Ende, geht es um die Frage „Wem gehören die Rabatte, Freispots, Rückvergütungen und sonstigen Einkaufsvergünstigungen, wenn Mediaagenturen im Rahmen der in dieser Branche üblichen Geschäftsbesorgungsverträge, den Mediaeinkauf für die Werbekunden tätigen.

Zu diesem Thema hat das Oberlandesgericht München klare Worte gesprochen. In seinem Urteil vom 23.12.2009 (Aktenzeichen 7 U 3044/09) sagt das Oberlandesgericht München in seinem Leitsatz:

Hat sich eine Media-Agentur vertraglich verpflichtet, für den Kunden alle am Markt realisierbaren Vorteile zu erzielen und an ihn weiterzuleiten und beim Media-Einkauf durchgesetzte wirtschaftliche Vorteile, die weder Tarifbestandteil der Medien noch marktüblich sind, in voller Höhe an den Kunden weiterzugeben, ist sie verpflichtet, nicht nur die rein kundenbezogenen, sondern grundsätzlich auch die agenturbezogenen Rabatte und Vorteile an den Kunden weiterzugeben, soweit sie diesem zuzurechnen sind. 

Damit stellt das Gericht klar, dass auf Grundlage der bestehenden üblichen Geschäftsbesorgungsverträge sämtliche an die Mediaagenturen ausgekehrten Einkaufsvorteile uneingeschränkt an die Werbekunden weiter zu reichen sind. Dies ist jedoch vielfach nicht geschehen – im Gegenteil die Einkaufsvorteile wurden in erheblichem Umfang von Carat Aegis Media zu eigenen Gunsten kommerzialisiert. Damit jedoch nicht genug, Carat Aegis Media versucht in einem gegen mich geführten Prozess auch noch die an mein früheres Unternehmen weitergeleiteten Einkaufvorteile zurück zu verlangen und verklagte mich auf einen Millionenbetrag.

Auch oder gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen selbst, wenn mit harten Bandagen gekämpft wird, moralische Leitplanken das Tun und Handeln jedes einzelnen Kaufmanns aber auch großer Konzerne leiten.

Hier geht es nicht mehr in erster Linie ums Geld, sondern um die Grundwerte einer Gesellschaft.

Wer sich in derartiger Form unmoralisch aufführt muss mindestens den Schaden, den er anrichtet bezahlen. Auch Ihr Unternehmen könnte, wenn es Kunde der CARAT Aegis Media bzw. einer ihrer Tochterfirmen ist oder war, von der Logik des Urteils, das das Münchner Landgericht gefällt hat, betroffen sein.

Reinhard Zoffel