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Zoffel-Hoff-Nachfolger Wunschkind ist pleite

Donnerstag, 3. Dezember 2009 / erschienen: Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier schreibt .... Zitat:

Die Wiesbadener Agentur Wunschkind ist zahlungsunfähig. Das Amtsgericht Wiesbaden teilt auf Anfrage mit, dass von der Firma ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens eingegangen ist und bestätigt damit einen Bericht des "Wiesbadener Kurier".

Bei der Agentur ist bereits niemand mehr zu erreichen. Per Anrufbeantworter-Durchsage wird mitgeteilt, dass Wunschkind den Geschäftsbetrieb eingestellt hat. Die Agentur wurde von Ralf Tippelt geführt. Laut Zeitungsbericht ist er gerade dabei, eine neue Agentur auszugründen, die sich um den "Ball des Weines" kümmern soll.

Wunschkind war indirekt aus der früheren Agentur Zoffel Hoff hervorgegangen. Gegen deren Geschäftsführer Reinhard Zoffel wurde im Rahmen der Ruzicka-Affäre wegen Beihilfe zur Untreue ermittelt. Das Landgericht Wiesbaden hatte den früheren Aegis-Chef Aleksander Ruzicka im Mai dieses Jahres wegen Veruntreuung von rund 35 Millionen Euro zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und drei Monaten verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bei Aegis Media  wird man das Insolvenzverfahren von Wunschkind aufmerksam beobachten. Das Medianetwork fordert 7,5 Millionen Euro Schadenersatz von der Werbeagentur. Die Chancen, das Geld zu bekommen, dürften angesichts der Insolvenz allerdings gering sein. In jedem Fall will Aegis-Anwalt Johann-Christoph Gaedertz "die Geltendmachung von etwaigen Ansprüchen gegen Verantwortliche des Unternehmens prüfen". Welche Konsequenzen sich daraus ergeben, bleibt abzuwarten.

Nicht mehr lange warten müssen indes Heinrich Kernebeck und der Rechtsanwalt W. Der Strafprozess gegen den Mitbegründer der Wiesbadener Mediaagentur HMS (aus der Aegis Media hervorging) und den Juristen wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr beginnen. Auf der Anklagebank fehlen wird dagegen wohl weiterhin die ebenfalls angeklagte Claudia Jackson. Die ehemalige Aegis-Mitarbeiterin, die mittlerweile in Argentinien lebt, wird weiter mit Haftbefehl gesucht.

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"Wir haben das Kapitel Ruzicka abgehakt"

Donnerstag, 15. Februar 2007 / erschienen: Werben & Verkaufen

Die Werben & Verkaufen Nr. 7/2007  schreibt   .... Zitat:

 Die Betrugsaffäre um Alexander Ruzicka hat dessen Ex-Agentur Aegis stark gebeutelt. CEO Andreas Bölte spricht im W&V-Exklusiv-Interview über das Krisenmanagement und selbst......

Im Herbst 2006 erlebte Aegis Media das, was für eine Media-Agentur unter die Rubrik „Super-GAU“ fällt: Gegen den damaligen CEO Alexander Ruzicka und drei weitere Top-Manager der Wiesbadener Agenturgruppe wurden Ermittlungen wegen persönlicher Vorteilsnahme, sprich Betrug, eingeleitet. Das flotte Quartett soll den eigenen Arbeitgeber um rund 35 Millionen Euro erleichtert haben. Alexander Ruzicka, Heinrich Kernebeck, Claudia Jackson und David Linn wurden postwendend fristlos entlassen.


Infos: 2. Entwicklung des Fernsehwerbemarktes

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