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RUZICKA BESTÄTIGT !

Donnerstag, 16. August 2012

Aleksander Ruzicka   b e s t ä t i g t   den Vortrag der Beklagten !


Details folgen ...

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Werbespots zu Spottpreisen

Mittwoch, 15. August 2012 / erschienen: Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier schreibt .... Zitat:

ZIVILPROZESS Warum Aegis Media von Reinhard Zoffel und Volker Hoff 2,5 Millionen Euro haben will

Von Christoph Cuntz

Volker Hoff, einst Hessens Europaminister und bis vor kurzem Cheflobbyist der Adam Opel AG, war gar nicht erst zur Verhandlung erschienen. Dabei geht es auch für ihn um viel. Immerhin um 2,5 Millionen Euro, die Aegis Media - ein Konzern, der im großen Stil mit TV-Werbezeiten handelt - von ihm und seinem früheren Geschäftspartner Reinhard Zoffel fordert. Mit diesem Betrag soll der Schaden beglichen werden, der Aegis aus Geschäften entstanden war, die der frühere Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Aleksander Ruzicka, in den Jahren bis 2006 mit der Wiesbadener Werbeagentur Zoffel Hoff Partner (ZHP) gemacht hatte.

Ruzicka ist längst rechtskräftig verurteilt. Er hatte seinen einstigen Arbeitgeber um 35 Millionen Euro betrogen, ein großer Teil des Geldes war über ZHP abgeflossen. So sei gute Leistung honoriert worden, erklärt Reinhard Zoffel den Geldfluss. Die Geschäfte damals hätten allen genutzt: ihm und Volker Hoff, aber auch Aegis Media und den Kunden, die ZHP betreut hatte.

Geldtransfers strafbar?

Aegis Media wiederum spricht von Scheingeschäften, die Ruzicka mit ZHP eingefädelt habe. Teil dieser Scheingeschäfte soll es gewesen sein, dass Zoffel und Hoff Millionen, die der frühere Aegis-Chef veruntreut hatte, ohne erkennbaren Grund weiterleitete an Firmen, die im Wesentlichen dem Privatmann Ruzicka gehörten.

Waren die Geldtransfers allein schon strafbar? Ganz nebenbei ist auch das eines der Themen in dem Prozess vor der Zivilkammer, deren Vorsitzende Martina Müller „leichtfertige Geldwäsche“ nicht ausschließen will.

Ob reale oder scheinbare Geschäfte: Nach beiden Erklärmustern ging es um TV-Werbezeiten, die Ruzicka weitergereicht hatte an ZHP. Spots, die zu „besonderen Einkaufsvorteilen“ zu haben waren, wie auch Zoffel nicht ausschließt. Denn Aegis habe kleine Agenturen wie ZHP regelrecht geködert und diesen „alle nahezu unverkäuflichen Werbezeiten angedreht“, als „preiswerten Einstieg in die Fernsehwerbung“.

Manager der größten TV-Sendergruppen haben Zoffels Darstellung gestern widersprochen. Die Werbezeiten der RTL-Gruppe vermarktet IP-Deutschland, Martin Wolff ist dort Mitglied der Geschäftsleitung. Nach seiner Darstelllung hatte ZHP 2005 von seinem Unternehmen Werbezeiten gekauft, die nach dem Listenpreis 3,52 Millionen Euro gekostet hätten. ZHP aber bekam das Paket für knapp 300 000 Euro. Maßgeblichen Anteil daran hatte der damalige Aegis-Chef Ruzicka.

Ein so hoher Rabatt sei für ihn „schwer nachvollziehbar“, so Martin Wolff als Zeuge vor Gericht. Über die hohen Preisnachlässe könne er „nur schmunzeln“. Die bekämen bei der RTL-Gruppe nicht einmal die Großkunden.

Hohe Rabatte

Unrealistisch ist offenkundig auch das Geschäftsmodell, über das ZHP Werbezeiten von SevenOneMedia bezogen hatte. So heißt das Unternehmen, das die Werbung für Sat 1 und Pro Sieben vermarktet. Die Spots, die ZHP dort über Aegis und damit über Ruzicka geordert hatte, hätten nach Liste einen Wert von 3,5 Millionen Euro gehabt. Aber Zoffel und Hoff mussten nur zehn Prozent dieses Preises zahlen. „Ich glaube, das kann nicht sein“, so Thomas Wagner, Geschäftsführer bei SevenOneMedia, als Zeuge im Zivilprozess. Er hat geprüft, welche Konditionen acht vergleichbaren Kunden eingeräumt worden waren: Die hatten immerhin noch zwischen 60 und 78 Prozent des ursprünglichen Listenpreises zahlen müssen.

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Der Schicksalstag !

Dienstag, 14. August 2012

Am 16. August 2012 um 9:00 Uhr wird der Sonnenkönig des Hauses
Carat Aegis Media vor dem Wiesbadener Landgericht aussagen.

Dies wird die erste Aussage vor Gericht sein, die der ehemalige
Sonnenkönig der Media Branche nach seiner Verurteilung macht.



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Schicksalstage vor Gericht

Mittwoch, 8. August 2012

Das Landgericht Wiesbaden hat nun einen Beweisbeschluss erlassen, nach dem geklärt werden soll, ob Kunden mit kleinen Einkaufsvolumina keine oder nur sehr geringe Rabatte erhalten haben und diese nicht ursächlich für die Gesamtrabatte der Mediaagenturen seien. Nach Einschätzung der Rechtsanwälte geht das Beweisthema ein wenig „an der Sache vorbei“, denn wirklich ernst genommen wird kein Zeuge je bestätigen können (oder wollen), dass „üblicherweise“ kleine Firmen keine oder nur geringe kundenbezogene Rabatte erhalten – und was ist schon „üblich“. Daraus leitet sich der Verdacht ab, dass das Gericht das System der unterschiedlichen Einkaufsvorteile und der vertraglichen und gesetzlichen Pflichten der Geschäftsbesorgungsverträge, die hinter den Auftragsverhältnissen der Mediaagenturen stecken, noch immer nicht verinnerlicht hat.

 

Es geht darum was zugunsten des Kunden ZHP und dessen Endkunden vereinbart wurde.

Außerdem kann es auch nicht darum gehen, was „üblicherweise“ vereinbart wird, sondern was unter den gegebenen Umständen konkret zwischen den Vermarktungsfirmen und Carat-Aegis-Media zugunsten dem Kunden ZHP und wiederum dessen Endkunden vereinbart wurde.

Der vermutliche Rückschluss des Gerichtes, dass immer, wenn unübliche Vergünstigungen vereinbart wurden, den beklagten ehemaligen Geschäftsführern auffallen hätte müssen, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht (in welchem vertraglichen Verhältnis eigentlich ???) und sich daraus der Vorwurf der Beihilfe zur Geldwäsche (mit welcher Vortat ???) rechtfertigen soll, ist nach Ansicht der Rechtsanwälte rechtlich in keiner Weise begründbar. Folgt man dieser These ernsthaft, wäre jedes günstige Geschäft, das von einem Beteiligten für sich oder einen seiner Kunden ausgehandelt wird, automatisch eine Beihilfe zur Geldwäsche zur Folge, selbst wenn das günstige Geschäft im Drittverhältnis zustande kommt.

 

Nach Ansicht der Rechtsanwälte wird es also darauf ankommen, im Rahmen der Beweisaufnahme herauszuarbeiten, ob die Freizeiten und Vergünstigungen von den Vermarktungsfirmen unmittelbar für ZHP und deren Kunden gewährt wurden oder ob es sich bei der Gewährung der Freizeiten und deren Abrechnung um Vergünstigungen handelte, die als Rabatte nur an die Mediaagentur Carat-Aegis-Media zu deren eigener Verwendung und späterer Kommerzialisierung gewährt wurden. Denn gesetzlich hat der Geschäftsbesorger (und als solcher handelte Carat-Aegis-Media für ZHP) sämtliche im Rahmen der Geschäftsbesorgung erlangten Vorteile an den Auftraggeber herauszugeben. Insoweit wird man sicher nicht zu dem Schluss kommen können, dass die für ZHP explizit ausgehandelten und von den Vermarktungsfirmen für ZHP und deren Kunden gewährten Einkaufsvorteile keine im Rahmen der Geschäftsbesorgung erlangten Vorteile seien.

 

Das Geschäftsgebahren der Vermarkter und der Mediaagenturen war ein unüberschaubares System der Vorteilsgewährung.

Letztlich sollte sich aus der Beweisaufnahme ergeben, dass das gesamte Geschäftsgebahren der Vermarkter und Mediaagenturen so komplex und undurchdringlich war, dass es selbst für erfahrene Werbekaufleute keine Möglichkeit gab, das unüberschaubare System der Vorteilsgewährung zu durchblicken. Das schließt dann aber auch jede Leichtfertigkeit aus, auf die das Gericht erkennbar abstellt, um einen Haftungstatbestand begründen zu können.

 

Kleine Agenturen und Kleinkunden waren bei Medieaagenturen gern gesehene Kunden!

Branchenkenner berichten, dass gerade kleine Agenturen und Kleinkunden bei den Mediaagenturen gern gesehene Kunden waren, da diesen alle nahezu unverkäuflichen Werbezeiten „angedreht“ werden konnten, da es diesen Kunden vornehmlich um einen „preiswerten Einstieg in die Fernsehwerbung“ ging und gerade diese Kunden von den Vermarktern mit besonderen Einkaufsvorteilen geködert wurden.

 

 

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Schatzkisten in Gefahr

Montag, 8. Oktober 2007 / erschienen: sueddeutsche.de

Die sueddeutsche.de schreibt  .... Zitat: 

Auf eine besondere Schatulle mit einem ungewöhnlichen Inhalt ist vor einiger Zeit der Wiesbadener Staatsanwalt Wolf Jördens gestoßen, der wegen mutmaßlicher krimineller Machenschaften in der Medienbranche ermittelt.

Als der Fahnder – bildlich gesprochen – die Kassette öffnete, fand er darin Rabatte. Jede Menge Rabatte, die Deutschlands führende Privatsender großen Agenturen, den sogenannten Mediaagenturen, für die Vermittlung von TV-Spots gewähren.

Die werden in Form von kostenlos überlassenen Werbezeiten im Fernsehen eingeräumt, auch Freispots oder Naturalrabatte genannt. Es sei davon auszugehen, dass die Agenturen diese Spots häufig auf eigene Rechnung vermarkteten und so die Firmenkassen füllten, notierte Jördens sinngemäß.

..... Aus sicht der Wiesbadener Staatsanwaltschaft ist die Art und Weise, auf die mit den Spots umgegangen wird, manchmal womöglich auch kriminell. Es könnte Betrug vorliegen, steht in einem Vermerk von Jördens. Ob das so sei, bleibe weiteren Ermittlungen vorbehalten.

Droht der Branche der Mediaagenturen, die mit den von ihr vermittelten TV-Spots Millionen Zuschauer erreichen und Milliarden Euro bewegen, Unheil? In einem ersten Schritt will Jördens mehrere ehemalige Manager des in Wiesbaden ansässigen Werbekonzerns Aegis Media wegen eines anderen Delikts vor Gericht bringen.

Der frühere Zentraleuropa-Chef Alexander Ruzicka habe zusammen mit einigen Kompagnons mehr als 50 Millionen Euro veruntreut....

Womöglich müssten die Agenturen die Freispots – dieser Eindruck ergibt sich aus den Vermerken der Wiesbadener Staatsanwaltschaft – aber generell den Altkunden gutschreiben. Jenen Kunden, für deren Werbeaufträge die Mediaagenturen die Naturalrabatte von den TV-Sendern erhalten.

Dass dies nicht immer geschehe, könnte aus Sicht von Jördens den Tatbestand des Betrugs erfüllen – Betrug am Kunden. Aus dem Kreis der Mediaagenturen wird dem scharf widersprochen. Mit den Kunden aus Industrie und Wirtschaft sei alles vertraglich geregelt. Die Wiesbadener Staatsanwaltschaft gehe von falschen Annahmen aus, von Betrug könne keine Rede sein. Die Agenturen, so viel ist klar, wollen ihre Schatzkisten behalten.


Infos: 1. Wirtschaftlicher Hintergrund

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