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Elf Jahre Haft für Medienmanager

Mittwoch, 13. Mai 2009 / erschienen: Frankfurter Allgemeine, FAZ

Die FAZ schreibt .... Zitat:

Aleksander Ruzicka muss ins Gefängnis, weil er Zeitkontingente für Fernsehwerbung auf eigene Rechnung an Kunden verkauft hat.

WIESBADEN. Der frühere Medienmanager Aleksander Ruzicka muss sich auf eine lange Haftstrafe einstellen. Die 6. Große Strafkammer am Wiesbadener Landgericht verurteilte den ehemaligen Leiter des Zentraleuropa- und Südafrika-Geschäfts von Aegis Media gestern zu elf Jahren und drei Monaten Gefängnis wegen schwerer Untreue in 68 Fällen zu Lasten seines einstigen Arbeitgebers.

Die Staatsanwaltschaft hatte 13 Jahre und sechs Monate Haft gefordert, die Verteidigung auf Freispruch plädiert. Für den Mitangeklagten David L. lautete das Urteil auf zwei Jahre Haft, deren Verbüßung die Kammer entsprechend dem Antrag der Staatsanwaltschaft zur Bewährung aussetzte. Der 46 Jahre alte Brite hatte im Verlauf der rund anderthalb Jahre währenden Hauptverhandlung zugegeben, zu Unrecht annähernd zwei Millionen Euro vereinnahmt zu haben, die aber unterdessen an Aegis Media geflossen seien; auch sei er niemals aktiv in die unlauteren Geschäftspraktiken eingebunden gewesen.

Von politischer Brisanz war der Wirtschaftskrimi um den in der Branche als „Sonnenkönig“ geltenden Werbemanager, weil ein beträchtlicher Teil der veruntreuten Gelder über die frühere Wiesbadener Werbeagentur Zoffel Hoff  Partner (ZHP) geflossen sein soll. Mitbegründer, Miteigentümer und Geschäftsführer von ZHP war der CDU-Politiker Volker Hoff, bis er im März 2006 zum hessischen Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten berufen wurde.

Der 51 Jahre alte Hoff, der als Zeuge vor Gericht jede Mitwisserschaft bei illegalen Geschäftspraktiken bestritten hatte, verzichtete nach der Landtagswahl im Januar darauf, ins Kabinett der neuen schwarz-gelben Landesregierung berufen zu werden. Begründet hat er seinen Rückzug unter anderem mit „Pressekampagnen“ gegen ihn; derlei könne, auch wenn sie auf Mutmaßungen und Unterstellungen beruhten, auf Dauer zur Belastung für die Regierungsarbeit werden. Das Gericht jedoch sprach gestern sowohl Hoff als auch seinen damaligen Geschäftspartner Zoffel indirekt von jeglichem Verdacht bewusster Tatbeteiligung frei. Die Annahme, dass Zoffel sich auf Absprachen mit Ruzicka zum Nachteil von Aegis eingelassen habe, wie die Staatsanwaltschaft unterstellt habe, habe sich nicht erhärten lassen. Vielmehr hätten die Chefs der vergleichsweise kleinen Kreativ-Agentur ZHP annehmen dürfen, beim Transfer von Geldern für „Beratungsleistungen“ an Firmen wie Camaco oder auch Life 2 Solutions im Auftrag von Aegis beziehungsweise deren Tochter Carat zu handeln.

Der 1960 geborene Ruzicka soll mit dem veruntreuten Geld seinen aufwendigen Lebensstil mit Lodge in Südafrika und Jagdhaus in Ungarn finanziert haben. Im Oktober 2006 wurde er in seiner Wiesbadener Villa festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.

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Zoffel: „Ich habe Ruzicka zu 100 Prozent vertraut“

Montag, 11. August 2008 / erschienen: W&V

Die W&V schreibt  .... Zitat:

Im Prozess gegen Aleksander Ruzicka musste jetzt auch der frühere Agenturchef Reinhard Zoffel in den Zeugenstand. Zoffel betrieb bis vor wenigen Jahren gemeinsam mit dem heutigen hessischen Europaminister Volker Hoff die Wiesbadener Werbeagentur Zoffel Hoff Partner (ZHP)

In seiner teilweise recht emotionalen Aussage schilderte er seine Zusammenarbeit mit Aegis: 2002 sei er Ruzicka vom damaligen Carat-Chef Heinrich Kernebeck vorgestellt worden. Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die bis hin zu einer gemeinsamen Urlaubsreise ging. ZHP band sich exklusiv an Aegis. In der Hoffnung auf mehr Infos, bessere Konditionen und wichtige Kontakte“, wie Zoffel heute erklärt.

Noch Anfang 2006 wurde noch eine zweite gemeinsame Gesellschaft gegründet: die „Arbeitsgemeinschaft Public Relations“ in Berlin. Ziel war die Akquisition politischer Kunden. Auch der damalige Aegis-CFO Andreas Bölte, der seinerzeit bereits eine anonyme Anzeige gegen Ruzicka in Gang gebracht hatte, war darin einbezogen, wie Zoffel betonte.

Zweifel will Zoffel damals nicht gehabt haben: „Ich ging immer davon aus: Wo Ruzicka draufsteht, ist Carat drin“. Heute müsse er aber konstatieren, „dass ich getäuscht worden bin“.


Infos: Was wirft Carat Reinhard Zoffel vor?

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Teueres Südtirol

Freitag, 14. März 2008 / erschienen: Süddeutsche Zeitung

Die Süddeutsche Zeitung schreibt .... Zitat:

Ermittler prüfen Geschäfte deutscher Werbeagentur in Bozen

 

 

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Wunschkind ohne Reinhard Zoffel

Donnerstag, 15. November 2007 / erschienen: Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier schreibt .... Zitat:

Wegen Ermittlungsverfahren: Werbeagentur mit neuem Namen und ohne ihren Gründer


 

 

Infos: Was wirft Carat Reinhard Zoffel vor?

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Zoffel Hoff Spechtler Werbeagentur:

Freitag, 31. August 2007 / erschienen: Observer

Der Observer schreibt   .... Zitat:

Der Fall Aleksander Ruzicka zieht Kreise bis nach Österreich: 
ein hessischer Minister steht jetzt unter Druck.
 

Der Minister einer Briefkastenfirma

Nach Recherchen von medianet räumt Minister Volker Hoff jetzt ein, bis heute mit der Zoffel Steiger Gruppe „zu tun zu haben“


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Minister in dubiose Geschäfte verstrickt?

Dienstag, 28. August 2007 / erschienen: Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier schreibt  .... Zitat:

.....Seit Beginn dieses Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen Hoffs früheren Geschäftspartner Reinhard Zoffel. Beide zusammen hatten die Wiesbadener Werbeagentur Zoffel Hoff Partner (ZHP) betrieben. Zoffel wird der Beihilfe zur Untreue verdächtigt.

..... Der Verdacht der Staatsanwaltschaft: Diese Rechnungen könnten dokumentieren, dass die Wiesbadener Tarnfirma Camaco veruntreute Aegis-Gelder an ZHP weiter geleitet hat. Entscheidend für Zoffel wird sein, ob er für diese Rechnungen eine plausible Erklärung bieten kann.

..... In Südtirol war Reinhard Zoffel als Vertreter der Bestof-Myworld AG aufgetreten, hatte aber nie die Finanziers der kostenintensiven Werbekampagne genannt.

..... Report Mainz kommt nun zu dem Schluss: „Hoff war maßgeblich bei der Gründung der Bestof My World AG beteiligt“.

..... Hartmut Ferse, Sprecher der Staatsanwaltschaft, sagte gestern, Volker Hoff könne nach derzeitigen Erkenntnisstand kein Persilschein ausgestellt werden. Es gebe aber auch keine Anhaltspunkte, die einen Anfangsverdacht gegen ihn begründeten.


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Eine Affäre erschüttert die Hessen-CDU

Samstag, 4. August 2007 / erschienen: Hannoversche Allgemeine

Die Hannoversche Allgemeine schreibt   ... Zitat:

..... Die Werbeagentur „Zoffel Hoff Partner“ rühmt sich auf ihrer Homepage, für die CDU und die österreichische Volkspartei ÖVP „Hunderte von Wahlkämpfen“ bestritten zu haben. Auch in der früheren Affäre der Hessen-CDU taucht die Werbeagentur auf. Ihr flossen Mittel vom Schwarzgeldkonto der Hessen-CDU zu. Hoff gehört mit Ministerpräsident Roland Koch, Innenminister Volker Bouffier, Finanzminister Karlheinz Weimar und Kultusministerin Karin Wolff zum „Tankstellenklub“ von CDU-Politikern, der Kochs Aufstieg begleitet. Auch Justizminister Jürgen Banzer zählt zum exklusiven Kreis.

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Ermittlungen gegen Riesling-Kaiser

Sonntag, 24. Juni 2007 / erschienen: Bild

Die Bild schreibt .... Zitat:

Reinhard Zoffel erfand den Ball des Weins, machte Werbung für Roland Koch. Wurden jetzt mit seiner Hilfe 30 Mio. veruntreut?

Im Fadenkreuz der Justiz: Werbeagenturchef Reinhard Zoffel. Sein Engagement für unsere Spitzenwinzer macht ihn zum „Riesling-Kaiser“

 

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Riesling-Connection

Freitag, 15. Juni 2007 / erschienen: Süddeutsche Zeitung

Die Süddeutsche Zeitung schreibt .... Zitat:

„Heimstätte edler Geselligkeit“ – so wirbt das Kurhaus in Wiesbaden für sein Ambiente. In dem noblen Rahmen findet jedes Jahr der Ball des Weines statt – eine Veranstaltung, für deren Gelingen unter anderem der Politiker Volker Hoff und sein früherer Kompagnon Reinhard Zoffel sorgen. Um einen anderen Ball-Freund kümmert sich nun die Staatsanwaltschaft: Sie will gegen den ehemaligen Aegis-Chef Aleksander Ruzicka Anklage erheben.

Ist der hessische Europaminister Volker Hoff (CDU) in die Finanzaffäre um den Werber Ruzicka verwickelt?

..... Seit 2002 verabreden sich Geld-und Hochadel in Hessens Landeshauptstat zum Ball des Weines. Man tanzt Walzer, lauscht den Chansons. Der Schirmherr, der hessische Ministerpräsident Roland Koch, sagte einmal: „Wir sind Riesling“.

Seit einiger Zeit kümmert sich die Staatsanwaltschaft Wiesbaden um einige der Ball-Freunde.

..... Bei der Frage, wer wen wie kriminell unterstützt hat, haben die Ermittler eine Spur entdeckt, die bis in das Kabinett von Ministerpräsident Koch (CDU) führen könnte.

..... Bis März 2006, bis zu seinem Aufstieg ins hessische Kabinett, war Hoff Geschäftsführer und darüber hinaus auch Mitinhaber der Wiesbadener Werbeagentur Zoffel Hoff Partner, kurz: ZHP. Die Firma betreut Kunden wie die Deutsche Telekom und organisiert Wahlkämpfe für die CDU oder die konservativen Volksparteien in Österreich und Südtirol. Auch Hoffs ZHP-Partner, der Werbemanager Reinhard Zoffel, 46, stand bei der Staatsanwaltschaft anfangs auf der Liste der Beschuldigten. Auch gegen ihn wurde, wie bei Hoff, das Verfahren vor einem Jahr eingestellt.

..... Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wieder gegen Zoffel: wegen Beihilfe zur Untreue. PR-Mann Zoffel hält sich für unschuldig. Er sagt, er habe zu keiner Zeit an Manipulationen oder Bereicherungen zu Lasten von Aegis oder anderen Firmen beziehungsweise Personen „bewusst mitgewirkt“. Das klingt etwas vorsichtiger als beim hessischen Minister Hoff.

..... Die Ermittler sind zu dem vorläufigen Ergebnis gekommen, Ruzicka und einige Mitstreiter bei Aegis hätten mit Hilfe von Geschäftspartnern und deren Agenturen sowie über ein Netz von Tarnfirmen Fernsehwerbespots auf eigene Rechnung vermarktet. Es soll sich um so genannte Freispots gehandelt haben (siehe Info-Kasten) Die ZHP, so die Vermutung, könnte daran mitgewirkt und davon profitiert haben. Der CDU-Politiker Hoff war an der Agentur als einer der beiden Namensgeber nach eigenen Angaben bis 2006 mit 50 Prozent beteiligt. 

 

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