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Werbespots zu Spottpreisen

Mittwoch, 15. August 2012 / erschienen: Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier schreibt .... Zitat:

ZIVILPROZESS Warum Aegis Media von Reinhard Zoffel und Volker Hoff 2,5 Millionen Euro haben will

Von Christoph Cuntz

Volker Hoff, einst Hessens Europaminister und bis vor kurzem Cheflobbyist der Adam Opel AG, war gar nicht erst zur Verhandlung erschienen. Dabei geht es auch für ihn um viel. Immerhin um 2,5 Millionen Euro, die Aegis Media - ein Konzern, der im großen Stil mit TV-Werbezeiten handelt - von ihm und seinem früheren Geschäftspartner Reinhard Zoffel fordert. Mit diesem Betrag soll der Schaden beglichen werden, der Aegis aus Geschäften entstanden war, die der frühere Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Aleksander Ruzicka, in den Jahren bis 2006 mit der Wiesbadener Werbeagentur Zoffel Hoff Partner (ZHP) gemacht hatte.

Ruzicka ist längst rechtskräftig verurteilt. Er hatte seinen einstigen Arbeitgeber um 35 Millionen Euro betrogen, ein großer Teil des Geldes war über ZHP abgeflossen. So sei gute Leistung honoriert worden, erklärt Reinhard Zoffel den Geldfluss. Die Geschäfte damals hätten allen genutzt: ihm und Volker Hoff, aber auch Aegis Media und den Kunden, die ZHP betreut hatte.

Geldtransfers strafbar?

Aegis Media wiederum spricht von Scheingeschäften, die Ruzicka mit ZHP eingefädelt habe. Teil dieser Scheingeschäfte soll es gewesen sein, dass Zoffel und Hoff Millionen, die der frühere Aegis-Chef veruntreut hatte, ohne erkennbaren Grund weiterleitete an Firmen, die im Wesentlichen dem Privatmann Ruzicka gehörten.

Waren die Geldtransfers allein schon strafbar? Ganz nebenbei ist auch das eines der Themen in dem Prozess vor der Zivilkammer, deren Vorsitzende Martina Müller „leichtfertige Geldwäsche“ nicht ausschließen will.

Ob reale oder scheinbare Geschäfte: Nach beiden Erklärmustern ging es um TV-Werbezeiten, die Ruzicka weitergereicht hatte an ZHP. Spots, die zu „besonderen Einkaufsvorteilen“ zu haben waren, wie auch Zoffel nicht ausschließt. Denn Aegis habe kleine Agenturen wie ZHP regelrecht geködert und diesen „alle nahezu unverkäuflichen Werbezeiten angedreht“, als „preiswerten Einstieg in die Fernsehwerbung“.

Manager der größten TV-Sendergruppen haben Zoffels Darstellung gestern widersprochen. Die Werbezeiten der RTL-Gruppe vermarktet IP-Deutschland, Martin Wolff ist dort Mitglied der Geschäftsleitung. Nach seiner Darstelllung hatte ZHP 2005 von seinem Unternehmen Werbezeiten gekauft, die nach dem Listenpreis 3,52 Millionen Euro gekostet hätten. ZHP aber bekam das Paket für knapp 300 000 Euro. Maßgeblichen Anteil daran hatte der damalige Aegis-Chef Ruzicka.

Ein so hoher Rabatt sei für ihn „schwer nachvollziehbar“, so Martin Wolff als Zeuge vor Gericht. Über die hohen Preisnachlässe könne er „nur schmunzeln“. Die bekämen bei der RTL-Gruppe nicht einmal die Großkunden.

Hohe Rabatte

Unrealistisch ist offenkundig auch das Geschäftsmodell, über das ZHP Werbezeiten von SevenOneMedia bezogen hatte. So heißt das Unternehmen, das die Werbung für Sat 1 und Pro Sieben vermarktet. Die Spots, die ZHP dort über Aegis und damit über Ruzicka geordert hatte, hätten nach Liste einen Wert von 3,5 Millionen Euro gehabt. Aber Zoffel und Hoff mussten nur zehn Prozent dieses Preises zahlen. „Ich glaube, das kann nicht sein“, so Thomas Wagner, Geschäftsführer bei SevenOneMedia, als Zeuge im Zivilprozess. Er hat geprüft, welche Konditionen acht vergleichbaren Kunden eingeräumt worden waren: Die hatten immerhin noch zwischen 60 und 78 Prozent des ursprünglichen Listenpreises zahlen müssen.

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Verdacht der Untreue: Firmen in Wiesbaden und München durchsucht

Dienstag, 19. September 2006 / erschienen: Wiesbadener Kurier
Der Wiesbadener Kurier schreibt am 19.09.2006 .... Zitat:

Media-Manager im Visier der Staatsanwaltschaft

..... Durchsucht wurden auch die Gebäude anderer Unternehmen, gegen die selbst nicht ermittelt wird, darunter vier Wiesbadener Firmen, die zum Teil in der Medienbranche tätig sind, sowie eine Münchener Gesellschaft, die hundertprozentige Tochter der ProSieben/Sat 1 Media AG ist und für die Sendergruppe Werbezeiten vermarktet.

Aegis Media selbst ist ein an der Londoner Börse notiertes Aktienunternehmen und Holding für weitere Firmen in Deutschland, bei denen Ruzicka jeweils als Geschäftsführer oder Prokurist firmiert.

Hier zu Lande konkurriert Aegis Media mit zwei weiteren Unternehmen um die Marktführerschaft. Alle drei zusammen haben etwa 30 Prozent des Marktes unter sich aufgeteilt. ...

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Zoffel-Hoff-Nachfolger Wunschkind ist pleite

Donnerstag, 3. Dezember 2009 / erschienen: Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier schreibt .... Zitat:

Die Wiesbadener Agentur Wunschkind ist zahlungsunfähig. Das Amtsgericht Wiesbaden teilt auf Anfrage mit, dass von der Firma ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens eingegangen ist und bestätigt damit einen Bericht des "Wiesbadener Kurier".

Bei der Agentur ist bereits niemand mehr zu erreichen. Per Anrufbeantworter-Durchsage wird mitgeteilt, dass Wunschkind den Geschäftsbetrieb eingestellt hat. Die Agentur wurde von Ralf Tippelt geführt. Laut Zeitungsbericht ist er gerade dabei, eine neue Agentur auszugründen, die sich um den "Ball des Weines" kümmern soll.

Wunschkind war indirekt aus der früheren Agentur Zoffel Hoff hervorgegangen. Gegen deren Geschäftsführer Reinhard Zoffel wurde im Rahmen der Ruzicka-Affäre wegen Beihilfe zur Untreue ermittelt. Das Landgericht Wiesbaden hatte den früheren Aegis-Chef Aleksander Ruzicka im Mai dieses Jahres wegen Veruntreuung von rund 35 Millionen Euro zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und drei Monaten verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bei Aegis Media  wird man das Insolvenzverfahren von Wunschkind aufmerksam beobachten. Das Medianetwork fordert 7,5 Millionen Euro Schadenersatz von der Werbeagentur. Die Chancen, das Geld zu bekommen, dürften angesichts der Insolvenz allerdings gering sein. In jedem Fall will Aegis-Anwalt Johann-Christoph Gaedertz "die Geltendmachung von etwaigen Ansprüchen gegen Verantwortliche des Unternehmens prüfen". Welche Konsequenzen sich daraus ergeben, bleibt abzuwarten.

Nicht mehr lange warten müssen indes Heinrich Kernebeck und der Rechtsanwalt W. Der Strafprozess gegen den Mitbegründer der Wiesbadener Mediaagentur HMS (aus der Aegis Media hervorging) und den Juristen wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr beginnen. Auf der Anklagebank fehlen wird dagegen wohl weiterhin die ebenfalls angeklagte Claudia Jackson. Die ehemalige Aegis-Mitarbeiterin, die mittlerweile in Argentinien lebt, wird weiter mit Haftbefehl gesucht.

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Carat holt CDU-Wahlkampfetat

Freitag, 9. Januar 2009 / erschienen: Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier scheibt .... Zitat:

Aegis-Tochter gewinnt Wettbewerb / Forderungen gegen Ex-Manager 

WIESBADEN (cc). Die Media- und Kommunikationsagentur Carat, eine Tochter von Aegis Media in Wiesbaden, bleibt weiterhin verantwortliche Beraterin der CDU-Bundesgeschäftstelle.

..... Aegis Media hat gestern seine Angabe vom Vortag korrigiert, wonach das Unternehmen gegen die Nachfolgerin der Agentur Zoffel Hoff Partner (ZHP) einen Mahnbescheid über neun Millionen Euro gefordert habe. Der geforderte Betrag liege bei 7,5 Millionen Euro, heißt es jetzt ....


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Millionen-Forderung an ZHP-Nachfolgerin

Donnerstag, 8. Januar 2009 / erschienen: Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier schreibt  .... Zitat: 

Aegis Media beantragt Mahnbescheid wegen „ungerechtfertigter Bereicherung“ / Firmen-Anwalt sieht „gute Chancen“


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Belastendes vom Entlastungszeugen

Dienstag, 2. Dezember 2008 / erschienen: Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier schreibt   .... Zitat:

Die Verteidigung des ehemaligen Aegis-Manager hat wenig Erfolg mit ihren Beweisanträgen


 

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Ruzickas Nebenjobs: Partys und Jagden

Donnerstag, 6. November 2008 / erschienen: Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier schreibt   .... Zitat: 

Angeklagter Manager erklärt seine Welt


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Ruzicka beteuert Unschuld

Samstag, 25. Oktober 2008 / erschienen: Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier schreibt .... Zitat: 

Ex-Manager des Werbekonzerns Aegis Media will sich immer korrekt verhalten haben

Er habe den Gewinn des Unternehmens gesteigert, Kosten reduziert und neue Kunden gewonnen.

..... Denn Watson und Camaco sollen Teil dessen sein, was Ruzicka „Beziehungs-Management“ nennt.


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Ex-Manager Ruzicka kündigt Aussage an

Dienstag, 21. Oktober 2008 / erschienen: Wiesbadener Kurier

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Verteidigung ohne Strategie

Dienstag, 30. September 2008 / erschienen: Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier schreibt .... Zitat: 

Prozess gegen den wegen Untreue angeklagten Aleksander Ruzicka geht in die Herbstpause


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