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Die Mühlen der Justiz mahlen langsam!

Montag, 17. Februar 2014

Aber am Ende siegt die Gerechtigkeit!  

Nach einer als anonym getarnten Anzeige durch den Carat Anwalt Dr. Christoph Geadertz begann am 11. September 2006 der Carat Skandal mit Hausdurchsuchungen in vielen Büros. So auch in den Räumlichkeiten einer der damals erfolgreichsten eigentümergeführten Kommunikationsagenturen im deutschsprachigen Raum: der Agentur Zoffel Hoff Partner. 

Die Agenturmarke ZHP wurde zerstört. In den Folgejahren gingen Schritt für Schritt Millionen Euros und unzählige Arbeitsplätze verloren.

6 Jahre später, im Dezember 2012, erging von der Wiesbadener Staatsanwaltschaft die Einstellungsentscheidung für das Ermittlungsverfahren gegen Staatsminister a.d. Volker Hoff.

Am 29. Oktober 2013 erging von der Wiesbadener Staatsanwaltschaft die Einstellungsentscheidung für das Ermittlungsverfahren gegen Reinhard Zoffel!

Am 27. Mai 2014 um 11.00 Uhr geht nun auch der zivilrechtliche Streit in 2. Instanz vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main seinem lange erwarteten Ende entgegen.

 

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Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Hoff ein

Mittwoch, 12. Dezember 2012 / erschienen: Horizont.net

Horizont.net schreibt ... Zitat

Das ging fix: Erst vor einer Woche hatte die Staatsanwaltschaft Wiesbaden bestätigt, dass sie ein Ermittlungsverfahren gegen den früheren ZHP-Chef und ehemaligen hessischen CDU-Landesminister Volker Hoff eingeleitet hat - wegen leichtfertiger Geldwäsche. Jetzt ist alles schon wieder vorbei, wie ein Sprecher der Behörde mitteilt. Das Verfahren sei "mangels hinreichenden Tatverdachts" eingestellt worden.

Im Rahmen des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens habe Hoff "bei Anwendung der strafprozessualen Beweisregeln nicht nachgewiesen werden können, dass er wusste, billigend in Kauf nahm oder auch nur leichtfertig pflichtwidrig nicht erkannte, dass die Kommerzialisierungsgewinne beim Rückfluss der Gelder nicht der Firma Aegis zugute kamen, sondern in das Privatvermögen anderer Verfahrensbeteiligter flossen", so die Staatsanwaltschaft. ...

 

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Ruzicka droht neue Anklage

Sonntag, 9. Dezember 2012 / erschienen: Horizont.net

Horizont.net schreibt ... Zitat:

Der wegen schwerer Untreue inhaftierte frühere Aegis-Chef Aleksander Ruzicka muss mit einer weiteren Anklage rechnen. Wie ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Wiesbaden erklärt, bereitet seine Behörde eine Anklage wegen Prozessbetrugs vor. Hintergrund ist eine angebliche Zusatzvereinbarung von Ruzicka mit seinem früheren Arbeitgeber Aegis Media aus dem Jahr 1999, die der Ex-Manager gefälscht haben soll.
 
Wann es zu der Anklageerhebung kommt, ist noch offen. Einen Termin wollte der Vertreter der Staatanwaltschaft nicht nennen, er betonte aber, dass ein hohes Interesse daran bestehe, die nötigen Schritte zügig einzuleiten.

Auch an anderer Stelle droht Ruzicka Ungemach. So hat Aegis Media über ihren Anwalt Strafanzeige gegen den 51-Jährigen gestellt - wegen uneidlicher Falschaussage bei seinem Auftritt als Zeuge im Zivilverfahren gegen die Ex-Inhaber der Agentur ZHP. ...

Mit den neuerlichen juristischen Schritten soll wohl nicht zuletzt verhindert werden, dass Ruzicka demnächst in den offenen Vollzug kommt. ....

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Urteil vom Landgericht Wiesbaden verkündet:

Freitag, 2. November 2012

Das Landgericht Wiesbaden gab in seinem heutigen Verkündungstermin der Klage der Carat Deutschland GmbH gegen Reinhard Zoffel und Volker Hoff statt. Das Gericht begründet die Haftung der früheren Geschäftsführer von ZHP mit der Leichtfertigkeit, mit der Reinhard Zoffel und Volker Hoff auf die vertraglichen Absprachen und Zusagen des früheren Geschäftsführers von Carat – Aegis-Media, Aleksander Ruzicka, vertraut haben. Aleksander Ruzicka wiederum wird vorgeworfen, Vermögenswerte von Carat veruntreut zu haben, wodurch Carat ein Schaden in Höhe von € 2,5 Mio. entstanden sein soll. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

RA Glock:  "Das Urteil ist für uns überraschend und enttäuschend. Aufgrund der durchgeführten Beweisaufnahme war mit einem solchen Urteil nicht zu rechnen. Wir werden nun die schriftliche Urteilsausfertigung abwarten und die Entscheidungsgründe sorgfältig analysieren, um danach über die Einlegung der Berufung zu entscheiden."

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ALEKSANDER RUZICKA: "Ich muss um 16 Uhr zu Hause sein"

Donnerstag, 16. August 2012 / erschienen: Horizont.net


Horizont.net schreibt ...... Zitat:

Mit Spannung war er erwartet worden - der Auftritt von Aleksander Ruzicka im Rechtsstreit vor dem Wiesbadener Landgericht zwischen der Mediaagentur Carat und den früheren Chefs der Agentur ZHP. Von Reinhard Zoffel und Volker Hoff fordert die Aegis-Tochter im Nachgang der Ruzicka-Affäre 2,5 Millionen Euro Schadensersatz.

Der 2009 wegen schwerer Untreue zu mehr als elf Jahren Haft verurteilte frühere Aegis-Chef trat diesmal als Zeuge auf. Nachdem ihm die Handschellen abgenommen worden waren, machte er zunächst Angaben zu seiner Person. Der 51-Jährige führt derzeit in der Justizvollzugsanstalt Darmstadt als Chefredakteur die Gefangenenzeitung .........

Ruzicka hatte sich detalliert auf die Befragung vorbereitet und zahlreiche Unterlagen mitgebracht - und anderem frühere Allgemeine Geschäftsbedingungen der TV-Vermarkter sowie Jahresvereinbarungen von Aegis mit diesen. Seine Ausführungen waren zum Teil sehr ausführlich, sodass seine Befragung mehr als vier Stunden dauerte. Ruzicka selbst schien das nicht viel auszumachen. Scherzhaft wies er nur auf das Timing für seinen Rücktransport ins Gefängnis hin: "Ich muss um 16 Uhr zu Hause sein."
 
Mit seinen Ausführungen stützte er im Wesentlichen die Position von ZHP und widersprach zugleich den Aussagen der Zeugen von IP Deutschland und Seven-One Media. So sei es keineswegs ungewöhnlich gewesen, dass ein Kunde der Größe von ZHP sehr hohe Rabatte bekommen konnte. Bei ZHP hätten diese bis zu 97 Prozent betragen. Ein Kunde wie Bonduelle habe bis zu 92 Prozent Nachlass bekommen, erklärte Ruzicka. Auch betonte der frühere Mediamanager noch einmal, dass aus seiner Sicht Carat beziehungsweise Aegis nie über eigene Freispotkontingente verfügt habe, sondern diese von den Vermarktern immer nur kundenbezogen gewährt wurden.
 
Die Kommerzialisierung solcher Freispots habe darin bestanden, durch deren Vermittlung an Werbungtreibende ein Sonderhonorar für die Mediaagentur zu erwirtschaften. So habe die Gruppe 2006 mit einem Freispotvolumen im Wert von insgesamt etwa 110 Millionen Euro Sonderhonorare in Höhe von 17 Millionen Euro generiert. Die durchschnittliche Rate, die man dabei pro Kunde für die Agentur erzielt hat, lag Ruzicka zufolge bei 13 bis 14 Prozent. Im Fall von ZHP bei 20 Prozent. Der Kunde sei für Carat also sehr attraktiv gewesen.
 
Ohnehin seien kleinere Kunden in diesem Zusammenhang beliebter als große, weil sie weniger Druck auf die Honorare ausübten und eher bereit seien, Freispots auch in schlechten Umfeldern abzunehmen. "Je kleiner ein Kunde, desto interessanter ist er für die Mediaagentur", so Ruzickas These. Die Zusammenarbeit mit ZHP war ihm zufolge noch aus einem anderen Grund wichtig für Carat: Von den Kontakten der ZHP-Chefs in politische Kreise habe man sich zusätzliche Aufträge versprochen.
 
Für wie glaubwürdig das Gericht die Aussagen von Ruzicka hält, wird im Herbst bekannt. Am 2. November will die 2. Zivilkammer unter Vorsitz von Richterin Martina Müller eine Entscheidung verkünden. 

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Werbespots zu Spottpreisen

Mittwoch, 15. August 2012 / erschienen: Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier schreibt .... Zitat:

ZIVILPROZESS Warum Aegis Media von Reinhard Zoffel und Volker Hoff 2,5 Millionen Euro haben will

Von Christoph Cuntz

Volker Hoff, einst Hessens Europaminister und bis vor kurzem Cheflobbyist der Adam Opel AG, war gar nicht erst zur Verhandlung erschienen. Dabei geht es auch für ihn um viel. Immerhin um 2,5 Millionen Euro, die Aegis Media - ein Konzern, der im großen Stil mit TV-Werbezeiten handelt - von ihm und seinem früheren Geschäftspartner Reinhard Zoffel fordert. Mit diesem Betrag soll der Schaden beglichen werden, der Aegis aus Geschäften entstanden war, die der frühere Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Aleksander Ruzicka, in den Jahren bis 2006 mit der Wiesbadener Werbeagentur Zoffel Hoff Partner (ZHP) gemacht hatte.

Ruzicka ist längst rechtskräftig verurteilt. Er hatte seinen einstigen Arbeitgeber um 35 Millionen Euro betrogen, ein großer Teil des Geldes war über ZHP abgeflossen. So sei gute Leistung honoriert worden, erklärt Reinhard Zoffel den Geldfluss. Die Geschäfte damals hätten allen genutzt: ihm und Volker Hoff, aber auch Aegis Media und den Kunden, die ZHP betreut hatte.

Geldtransfers strafbar?

Aegis Media wiederum spricht von Scheingeschäften, die Ruzicka mit ZHP eingefädelt habe. Teil dieser Scheingeschäfte soll es gewesen sein, dass Zoffel und Hoff Millionen, die der frühere Aegis-Chef veruntreut hatte, ohne erkennbaren Grund weiterleitete an Firmen, die im Wesentlichen dem Privatmann Ruzicka gehörten.

Waren die Geldtransfers allein schon strafbar? Ganz nebenbei ist auch das eines der Themen in dem Prozess vor der Zivilkammer, deren Vorsitzende Martina Müller „leichtfertige Geldwäsche“ nicht ausschließen will.

Ob reale oder scheinbare Geschäfte: Nach beiden Erklärmustern ging es um TV-Werbezeiten, die Ruzicka weitergereicht hatte an ZHP. Spots, die zu „besonderen Einkaufsvorteilen“ zu haben waren, wie auch Zoffel nicht ausschließt. Denn Aegis habe kleine Agenturen wie ZHP regelrecht geködert und diesen „alle nahezu unverkäuflichen Werbezeiten angedreht“, als „preiswerten Einstieg in die Fernsehwerbung“.

Manager der größten TV-Sendergruppen haben Zoffels Darstellung gestern widersprochen. Die Werbezeiten der RTL-Gruppe vermarktet IP-Deutschland, Martin Wolff ist dort Mitglied der Geschäftsleitung. Nach seiner Darstelllung hatte ZHP 2005 von seinem Unternehmen Werbezeiten gekauft, die nach dem Listenpreis 3,52 Millionen Euro gekostet hätten. ZHP aber bekam das Paket für knapp 300 000 Euro. Maßgeblichen Anteil daran hatte der damalige Aegis-Chef Ruzicka.

Ein so hoher Rabatt sei für ihn „schwer nachvollziehbar“, so Martin Wolff als Zeuge vor Gericht. Über die hohen Preisnachlässe könne er „nur schmunzeln“. Die bekämen bei der RTL-Gruppe nicht einmal die Großkunden.

Hohe Rabatte

Unrealistisch ist offenkundig auch das Geschäftsmodell, über das ZHP Werbezeiten von SevenOneMedia bezogen hatte. So heißt das Unternehmen, das die Werbung für Sat 1 und Pro Sieben vermarktet. Die Spots, die ZHP dort über Aegis und damit über Ruzicka geordert hatte, hätten nach Liste einen Wert von 3,5 Millionen Euro gehabt. Aber Zoffel und Hoff mussten nur zehn Prozent dieses Preises zahlen. „Ich glaube, das kann nicht sein“, so Thomas Wagner, Geschäftsführer bei SevenOneMedia, als Zeuge im Zivilprozess. Er hat geprüft, welche Konditionen acht vergleichbaren Kunden eingeräumt worden waren: Die hatten immerhin noch zwischen 60 und 78 Prozent des ursprünglichen Listenpreises zahlen müssen.

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Der Schicksalstag !

Dienstag, 14. August 2012

Am 16. August 2012 um 9:00 Uhr wird der Sonnenkönig des Hauses
Carat Aegis Media vor dem Wiesbadener Landgericht aussagen.

Dies wird die erste Aussage vor Gericht sein, die der ehemalige
Sonnenkönig der Media Branche nach seiner Verurteilung macht.



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Schicksalstage vor Gericht

Mittwoch, 8. August 2012

Das Landgericht Wiesbaden hat nun einen Beweisbeschluss erlassen, nach dem geklärt werden soll, ob Kunden mit kleinen Einkaufsvolumina keine oder nur sehr geringe Rabatte erhalten haben und diese nicht ursächlich für die Gesamtrabatte der Mediaagenturen seien. Nach Einschätzung der Rechtsanwälte geht das Beweisthema ein wenig „an der Sache vorbei“, denn wirklich ernst genommen wird kein Zeuge je bestätigen können (oder wollen), dass „üblicherweise“ kleine Firmen keine oder nur geringe kundenbezogene Rabatte erhalten – und was ist schon „üblich“. Daraus leitet sich der Verdacht ab, dass das Gericht das System der unterschiedlichen Einkaufsvorteile und der vertraglichen und gesetzlichen Pflichten der Geschäftsbesorgungsverträge, die hinter den Auftragsverhältnissen der Mediaagenturen stecken, noch immer nicht verinnerlicht hat.

 

Es geht darum was zugunsten des Kunden ZHP und dessen Endkunden vereinbart wurde.

Außerdem kann es auch nicht darum gehen, was „üblicherweise“ vereinbart wird, sondern was unter den gegebenen Umständen konkret zwischen den Vermarktungsfirmen und Carat-Aegis-Media zugunsten dem Kunden ZHP und wiederum dessen Endkunden vereinbart wurde.

Der vermutliche Rückschluss des Gerichtes, dass immer, wenn unübliche Vergünstigungen vereinbart wurden, den beklagten ehemaligen Geschäftsführern auffallen hätte müssen, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht (in welchem vertraglichen Verhältnis eigentlich ???) und sich daraus der Vorwurf der Beihilfe zur Geldwäsche (mit welcher Vortat ???) rechtfertigen soll, ist nach Ansicht der Rechtsanwälte rechtlich in keiner Weise begründbar. Folgt man dieser These ernsthaft, wäre jedes günstige Geschäft, das von einem Beteiligten für sich oder einen seiner Kunden ausgehandelt wird, automatisch eine Beihilfe zur Geldwäsche zur Folge, selbst wenn das günstige Geschäft im Drittverhältnis zustande kommt.

 

Nach Ansicht der Rechtsanwälte wird es also darauf ankommen, im Rahmen der Beweisaufnahme herauszuarbeiten, ob die Freizeiten und Vergünstigungen von den Vermarktungsfirmen unmittelbar für ZHP und deren Kunden gewährt wurden oder ob es sich bei der Gewährung der Freizeiten und deren Abrechnung um Vergünstigungen handelte, die als Rabatte nur an die Mediaagentur Carat-Aegis-Media zu deren eigener Verwendung und späterer Kommerzialisierung gewährt wurden. Denn gesetzlich hat der Geschäftsbesorger (und als solcher handelte Carat-Aegis-Media für ZHP) sämtliche im Rahmen der Geschäftsbesorgung erlangten Vorteile an den Auftraggeber herauszugeben. Insoweit wird man sicher nicht zu dem Schluss kommen können, dass die für ZHP explizit ausgehandelten und von den Vermarktungsfirmen für ZHP und deren Kunden gewährten Einkaufsvorteile keine im Rahmen der Geschäftsbesorgung erlangten Vorteile seien.

 

Das Geschäftsgebahren der Vermarkter und der Mediaagenturen war ein unüberschaubares System der Vorteilsgewährung.

Letztlich sollte sich aus der Beweisaufnahme ergeben, dass das gesamte Geschäftsgebahren der Vermarkter und Mediaagenturen so komplex und undurchdringlich war, dass es selbst für erfahrene Werbekaufleute keine Möglichkeit gab, das unüberschaubare System der Vorteilsgewährung zu durchblicken. Das schließt dann aber auch jede Leichtfertigkeit aus, auf die das Gericht erkennbar abstellt, um einen Haftungstatbestand begründen zu können.

 

Kleine Agenturen und Kleinkunden waren bei Medieaagenturen gern gesehene Kunden!

Branchenkenner berichten, dass gerade kleine Agenturen und Kleinkunden bei den Mediaagenturen gern gesehene Kunden waren, da diesen alle nahezu unverkäuflichen Werbezeiten „angedreht“ werden konnten, da es diesen Kunden vornehmlich um einen „preiswerten Einstieg in die Fernsehwerbung“ ging und gerade diese Kunden von den Vermarktern mit besonderen Einkaufsvorteilen geködert wurden.

 

 

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Hallo Welt !

Donnerstag, 19. April 2012

Große Ereignisse nähern sich eilenden Schrittes!

Am 26. April 2012 ist es so weit. Der nächste Verhandlungstag Carat 
gegen Zoffel
steht vor dem Wiesbadener Landesgericht an.
Frühmorgens um 09:00 Uhr nimmt die Gerechtigkeit ihren Lauf......

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Offener Brief an:

Mittwoch, 15. Februar 2012

Alle Entscheidungsträger, deren Unternehmen Kunden der Media Agentur Carat Aegis Media sind.

 

Sehr geehrte Damen und Herrn,

gestatten Sie mir, dass ich mich vorstelle. 

Mein Name ist Reinhard Zoffel. Ich war bis zum Jahr 2007 geschäftsführender Gesellschafter einer der zur damaligen Zeit erfolgreichsten eigentümergeführten Werbeagenturen, der Zoffel Hoff Partner.

Sie erinnern sich möglicherweise noch an den Skandal rund um die Media Agentur Carat Aegis Media

Es ging um den Vorwurf der Untreue im Hause Carat - eine der größten Media Agenturen der Welt .

In diesem Zusammenhang wurde Herr Alexander Ruzicka, damals Kopf von Carat Aegis Media zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

Wie sich später herausstellte kam der Skandal durch eine anonym abgegebene Strafanzeige des Unternehmensanwalts des Hauses Carat Aegis Media – RA Dr. Johann-Christoph Gaedertz - ins Rollen.

Mit von dieser Anzeige betroffen war damals auch meine Werbeagentur Zoffel Hoff Partner.

Die aggressive Berichterstattung und die unhaltbaren Vorwürfe durch die neue Carat Führung zerstörte am langen Ende die wirtschaftliche Grundlage der Agentur ZHP, nachdem sie in Wunschkind umfirmierte und Reinhard Zoffel das Unternehmen verlassen musste.

Somit scheiterte das Agenturprojekt ZHP an den skrupellosen Machenschaften der damaligen aber auch heutigen Führung des Mediakonzerns, Carat Aegis Media.

Detaillierte Informationen erfahren Sie bei Interesse auf dieser Internetseite.

Sie stellen sich nun sicher die Frage, inwieweit Sie oder Ihr Unternehmen (falls es Kunde des Hauses Carat Aegis Media ist) diese Thematik tangiert.

Ich denke, es könnte die finanziellen Interessen aller Kunden des Hauses Carat Aegis Media direkt berühren.

Am langem Ende, geht es um die Frage „Wem gehören die Rabatte, Freispots, Rückvergütungen und sonstigen Einkaufsvergünstigungen, wenn Mediaagenturen im Rahmen der in dieser Branche üblichen Geschäftsbesorgungsverträge, den Mediaeinkauf für die Werbekunden tätigen.

Zu diesem Thema hat das Oberlandesgericht München klare Worte gesprochen. In seinem Urteil vom 23.12.2009 (Aktenzeichen 7 U 3044/09) sagt das Oberlandesgericht München in seinem Leitsatz:

Hat sich eine Media-Agentur vertraglich verpflichtet, für den Kunden alle am Markt realisierbaren Vorteile zu erzielen und an ihn weiterzuleiten und beim Media-Einkauf durchgesetzte wirtschaftliche Vorteile, die weder Tarifbestandteil der Medien noch marktüblich sind, in voller Höhe an den Kunden weiterzugeben, ist sie verpflichtet, nicht nur die rein kundenbezogenen, sondern grundsätzlich auch die agenturbezogenen Rabatte und Vorteile an den Kunden weiterzugeben, soweit sie diesem zuzurechnen sind. 

Damit stellt das Gericht klar, dass auf Grundlage der bestehenden üblichen Geschäftsbesorgungsverträge sämtliche an die Mediaagenturen ausgekehrten Einkaufsvorteile uneingeschränkt an die Werbekunden weiter zu reichen sind. Dies ist jedoch vielfach nicht geschehen – im Gegenteil die Einkaufsvorteile wurden in erheblichem Umfang von Carat Aegis Media zu eigenen Gunsten kommerzialisiert. Damit jedoch nicht genug, Carat Aegis Media versucht in einem gegen mich geführten Prozess auch noch die an mein früheres Unternehmen weitergeleiteten Einkaufvorteile zurück zu verlangen und verklagte mich auf einen Millionenbetrag.

Auch oder gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen selbst, wenn mit harten Bandagen gekämpft wird, moralische Leitplanken das Tun und Handeln jedes einzelnen Kaufmanns aber auch großer Konzerne leiten.

Hier geht es nicht mehr in erster Linie ums Geld, sondern um die Grundwerte einer Gesellschaft.

Wer sich in derartiger Form unmoralisch aufführt muss mindestens den Schaden, den er anrichtet bezahlen. Auch Ihr Unternehmen könnte, wenn es Kunde der CARAT Aegis Media bzw. einer ihrer Tochterfirmen ist oder war, von der Logik des Urteils, das das Münchner Landgericht gefällt hat, betroffen sein.

Reinhard Zoffel

 

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